Dienstag, 28. Oktober 2008
The Bank Job
Terry Leather (Jason Statham) ist ein Gauner, der von Martine Love (Saffron Burrows) überredet wird, ein Team zusammenzustellen, um in den Tresorraum der Lloyd Bank einzubrechen. Er ahnt nicht, dass sie vom Geheimdienst MI5 dazu angehalten worden ist. Denn in den Schließfächern befinden sich kompromittierende Fotos von Prinzessin Margret und anderen Vertretern der High Society sowie eine Liste mit Cops, die Schmiergelder angenommen haben. Damit haben Terry und sein Team Gangster und Cops auf dem Hals.

Actionstar Jason Statham kehrt nach einigen filmischen Tiefschlägen wie "War" zurück zum britischen Gangsterfilm, der ihn bekannt gemacht hat ("Snatch" - "Bube, Dame, König, grAs"). Der in den 70ern angesiedelte Film ist eine komplexe und verschachtelte "Heist"-Story, das heißt er erzählt die Vorbereitung und Durchführung eines Raubüberfalls auf verschiedenen Ebenen (und beruht dabei auf Spekulationen über die Hintergründe eines wahren Bankraubs). Dazu breitet Regisseur Roger Donaldson ("No way out") eine komplexe Personenkonstellation aus, deren Aktionen mehr oder weniger gegeneinander laufen. Trotz der vielschichtigen Story strahlt der Film eine fast altmodische Ruhe aus, die ihre subtile Spannung aus der Zuspitzung der einzelnen Handlungsstränge zieht statt auf oberflächliche Action zu setzen. An der Spitze des Ensemblespiels funktioniert auch wieder Jason Statham, dem man vielleicht doch mehr zutrauen kann als nur in die Fußstapfen vergangener Actionstars wie Stallone und Snipes zu treten.
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 7,5)


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Lautlos
Victor ist der perfekte Profikiller. Er tötet lautlos, hinterlässt keine Spuren und stellt keine unnötigen Fragen. Doch dann zeigt der Einzelgänger, der mit der Präzision einer Maschine handelt, plötzlich Gefühle, und verliebt sich in eine schöne junge Frau namens Nina. Victor beginnt, Fehler zu machen. Kleine, unbedeutende, doch genug, um den erbarmungslosen Profiler Lang auf seine Spur zu lenken. Doch Victor, aus der Perspektivlosigkeit erwacht, denkt nicht daran, sich seine Zukunftspläne vermiesen zu lassen.

"Lautlos" ist ein für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich spannend inszenierter Thriller der hiesigen "X-Filme" Produktion von Tom Tykwer. Besonders Joachim Król, der bis dato nur für seine liebenswerten aber etwas trotteligen Rollen bekannt war ("Der bewegte Mann"), überrascht als eiskalter Killer, der Gefühle für ein potentielles Opfer entdeckt. Auch Nadja Uhl zeigt als eben diese Frau eine unnahbare Verletzlichkeit, die eine fast schon hypnotische Anziehungskraft ausstrahlt. Unter der sicheren Regie von Mennan Yapo ("Die Vorahnung") wird sein Filmdebüt zum einem durchaus spannenden Psychospiel, das in ein explosives Finale mündet. So sehr die unterkühlten und zum Großteil dialogfreien Szenen (lautlos eben) allerdings beeindrucken, so sehr verhindern sie auch eine Identifikation des Zuschauers mit den Figuren. Das schließt ihn ein wenig aus und degradiert ihn zum reinen Beobachter der Geschichte. Diese Distanzierung ist aber das einzige - wenn auch nicht unbedeutendes - Manko des ansonsten packend geschnittenen Hochglanz-Thrillers, der in besten Momenten zu dem ähnlich gelagerten französischen Film "Leon - der Profi" aufschließen kann.
Bewertung: 6,5/10 (Moviepilot Prognose 7,5)


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