Montag, 29. Dezember 2008
Tödlicher Anruf
Im Bekanntenkreis von Beth (Shannyn Sossamon) häufen sich plötzliche und grausame Todesfälle. Die Psychologiestudentin stellt alsbald eine Gemeinsamkeit fest: Alle erhielten einen Handyanruf vom Opfer vor ihnen, der in der Zukunft datiert ist und sie ihre eigene Stimme im Todesmoment vernehmen lässt. Beth geht damit zur Polizei und findet lediglich bei Detective Jack Andrews ein offenes Ohr, dessen Schwester auf ähnlich mysteriöse Weise umgekommen ist.

"The Ring" Teil 5 versus "Final Destination" Teil 1723 umschreibt vermutlich ausreichend die Ambitionen hinter diesem jüngsten amerikanischen Ripoff des japanischen Films "The Call" - und auch das Ergebnis. Denn irgendwo hat man das alles schon einmal gesehen, nur viel packender als in diesem eher lustlosem Teenie-Meuchler. Richtig schlecht ist der Film nicht, nur absolut austauschbar mit den Genre-verwandten "Teenies-werden-gekillt" Titeln!
Bewertung: 3,5/10


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Die finanziell erfolgreichsten Kino-Blockbuster 2008
Hier die zehn Kinofilme des Jahres mit den weltweit höchsten Einspielergebnissen in Millionen US-Dollar (und das jeweils verantwortliche Studio). Die Liste überrascht wenig, sind doch die zu erwartenden üblichen Verdächtigen zu finden. Allenfalls das positive Einspiel von Narnia überrascht insofern, da der Fantasy Film allgemein als Flop gehandelt wird und deshalb um eine Fortsetzung bangen muss. Da die erfolgreichsten nicht unbedingt auch die besten Filme sein müssen, habe ich meine rein persönliche Bewertung der Blockbuster ergänzt.

Batman - The Dark Knight $996.8 (Warner Bros.)
-> Bewertung 7,5/10
Indiana Jones - Königreich d. Kristallschädels $786.6 (Paramount)
-> Bewertung 3,5/10
Kung Fu Panda $631.9 (Paramount/DreamWorks)
-> Bewertung 7,5/10
Hancock $624.4 (Sony)
-> Bewertung 6,5/10
Iron Man $581.9 (Paramount)
-> Bewertung 7/10
Mamma Mia! $572.1 (Universal)
-> Bewertung 8/10
Ein Quantum Trost $534.5 (Sony)
-> Bewertung 6,5/10
WALL-E $507.3 (Buena Vista)
-> Bewertung ?/10
The Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian $419.6 (Buena Vista)
-> Bewertung 5,5/10
Sex and the City $415.1 (Warner Bros./New Line)
-> Bewertung 8,5/10
Quelle: serienjunkies.de



In Deutschland sieht die Erfolgsliste ein wenig anders aus. Hier wird allerdings mit "Keinohrhasen" der eigentliche Blockbuster des Jahres in den meisten Listen nicht aufgeführt, da er bereits am 20.12. des Vorjahres startete. Trotzdem hat er mit fast 5 Mio Besuchern im Jahr 2008 die mit Abstand meisten Besucher. Dahinter liefern sich James Bond und "Madagascar 2" ein knappes Rennen, das sich erst in den letzten Tagen entscheiden wird. Danach gibt es neben den weltweiten Blockbustern mit dem deutschen Drama "Die Welle" und der deutsch-britischen Dokumentation "Unsere Erde" auch zwei Überraschungen in den Top Ten.

0Keinohrhasen20.12.20074,875 Mio (6,283)
1James Bond - Ein Quantum Trost06.11.20084,624 Mio
2Madagascar 204.12.20084,450 Mio
3Mamma Mia!17.07.20084,194 Mio
4Hancock03.07.20083,846 Mio
5Unsere Erde07.02.20083,764 Mio
6Wall-E25.09.20083,168 Mio
7Kung Fu Panda03.07.20083,151 Mio
8Indiana Jones IV - Königreich des Kristallschädels22.05.20082,847 Mio
9Batman - The Dark Knight21.08.20082,806 Mio
10Die Welle13.03.20082,617 Mio

Auf den Plätzen 11 bis 20 folgen:
Sex and the City Movie - I am legend - Der Baader Meinhof Komplex - High School Musical 3 - PS Ich liebe dich - Leg Dich nicht mit Zohan an - Das Vermächtnis des geheimen Buches - Horton hört ein Hu - Die wilden Kerle 5: Hinter dem Horizont - Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers
Stand: 28.12.08

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The Village - Das Dorf (2004)
In Covington, einem kleinem Bilderbuchdorf im Herzen von Pennsylvania/USA, leben die Bewohner seit Jahren im Einklang mit einer Gruppe unheimlicher, mysteriöser Wesen, die sich in den dunklen Wäldern am Rande der Dorfgrenze aufhalten. Nichts scheint das idyllische Zusammenleben der Einwohner Covingtons zu stören. Bis zu dem Tag, an dem einer von Ihnen aus Neugier die Grenze überschreitet. Ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellen wird! Blutrote Streifen an den Haustüren, unheimliche Geräusche und beängstigende Schatten sind erst der Anfang. Die Wesen aus den Wäldern haben die Jagd auf die Dorfbewohner eröffnet. Keiner ist mehr vor den Kreaturen und ihrer fürchterlichen Rache sicher. Es scheint, als wären Covingtons friedliche Tage gezählt.

Es ist sicher richtig, darauf zu beharren, dass die Werbeabteilung der Zielgruppe aufwendig vorgaukeln wollte, bei "The village" handle es sich um einen wirklich spannenden Horrorfilm. Wenn man davon absieht, hat Regisseur M. Night Shyamalan, der mit "Sixth Sense", "Unbreakable" und "Signs" mehr als solide Werke vorweisen kann, aber eine durchaus interessante Geschichte einfach vergleichsweise überraschungs- und spannungsarm inszeniert. Man muss sich schon entsprechend auf sie einlassen können damit sie überhaupt wirkt. Und da sollte ein guten Regisseur einfach in der Lage sein, seine Inszenierung straffer und atmosphärisch dichter zu halten als es hier gelungen ist. "The village" ist letztendlich nicht wirklich schlecht, es hätte aber eine zielsichere Regie gebraucht, damit der Funke auch wirklich auf den Zuschauer überspringt.
Bewertung: 5,5/10


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Pura Vida Ibiza (2004)
Nach bestandenem Abitur wollen die drei Kumpels Ben (Kristian Kiehling), Felix (Tom Wlaschiha) und Nick (Michael Krabbe) erstmal ein bisschen Spaß haben und heuern als Animateure auf Ibiza an. Doch der geplante Ferien-Trip entpuppt sich unter der Leitung der rigiden Clubchefin Anna (Katja Flint) als knallharte Arbeit. Als dann auch noch Bens Traumfrau Carola (Julia Dietze) in Begleitung des öligen DJ Kool (Niels-Bruno Schmidt) anreist, droht die Situation zu eskalieren ...

Früher reichte es wenn sich die gesamten Konflikte der Komödie nach turbulenten Verwechslungen in einer finalen Tortenschlacht auflösten. Mit "Eis am Stil" der 80er und später "American Pie" kamen noch die überschäumenden Körperflüssigkeiten hinzu, die sich in diversen Verwicklungen entladen wollen. Bei diesen Filmen hat das durchaus noch seinen Reiz, aber wenn Regisseur Gernot Roll, der bereits "Ballerman 6" auf die Menschheit losgelassen hat, diese schon lange ausgetretenen Pfade betritt und sich dabei ideenlos, aber konsequent durch die Vorbilder klaut, ist das selbst für einen deutschen Film wenig originell bis schmerzhaft bösartig. Mitleid mit den konsequent zur Blamage gezwungenen Darstellern muss man sicherlich nicht haben. Schließlich kann einem Schlimmeres passieren als sich unter spanischer Urlaubssonne mit Tortenschlacht- und Fäkalhumor zum Affen zu machen ...
Bewertung: 2,5/10 (Moviepilot Prognose 5)


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Sonntag, 28. Dezember 2008
Sky High - Diese Highschool hebt ab! (2005)
Will Stronghold (Michael Angarano) ist ein Teenager wie viele andere auch. Doch er hat ein besonderes Problem: Er ist zwar der Sohn der legendären Superhelden Captain Stronghold (Kurt Russell) und Josie Jetstream (Kelly Preston), doch an sich selbst hat er noch keine außergewöhnlichen Fähigkeiten entdeckt. Also wird er in die Eliteanstalt Sky High gesteckt. Dennoch folgt nach erfolgreich absolvierter Ausbildung nur die Einstufung als "Sidekick", nicht als "Hero". Überaus schmerzlich - bis die Familie bedroht wird und er sein wahres Können unter Beweis stellen darf.

Natürlich ist dieser Disney-Film ziemlicher Kinderkram und auf die entsprechende Zielgruppe zugeschnitten. Dabei bedient er sich unzähliger Motive diverser Superhelden-Streifen und verbindet sie mit den üblichen Teenie-Klischees der Coming-of-Age und Highschool-Filme. Nicht von ungefähr erinnern einige Storylines an die Blockbuster um "Spiderman" und die "X-Men". Allerdings gibt sich "Sky High" auch mit einem derart deutlichen Augenzwinkern, dass man vieles auch als Parodie auf die erwachsenen Vorbilder verstehen kann. Und als solche funktioniert der Film auch für eine Generation älter als 14.
Bewertung: 7/10 (Moviepilot Prognose 5,5)


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Vergessen komisches Starkino
Noises Off - Ishtar - Cuba Libre - Missing Pieces
Noises Off - Der nackte Wahnsinn (1992)

Nur noch einen Tag hat eine Theatergruppe Zeit, um die Sexklamotte "Nothing On" perfekt einzuüben, und noch immer ist Regisseur Lloyd (Michael Caine) nicht zufrieden. Schließlich gelingt es der Gruppe jedoch, eine passable Generalprobe hinzulegen. Als Lloyd seine Truppe auf der Tour überraschend besucht, sind die Animositäten zwischen den Schauspielern so weit gediehen, daß sie sie auf offener Bühne austragen. Lloyd selbst trägt mit seinen Frauengeschichten das Seinige dazu bei, daß das Stück nur wenig später das reine Chaos ist. Mit Grausen erwartet Lloyd die Broadway-Premiere. Doch da schlägt ihm brausender Applaus entgegen: Die Probleme haben sich in Wohlgefallen aufgelöst, und die Truppe ist in Hochform.

"Noises off" bietet Slapstick vom Feinsten, in denen alle Akteure (u.a. auch Carol Burnett, John Ritter, Christopher Reeves) gleichzeitig und stumm (weil hinter der Bühne der Theateraufführung) aufeinander reagieren müssen, z.B. um mehrere Gegenstände parallel durch alle Hände wandern zu lassen. Das bedarf großartige Schauspiel Leistungen und ein perfekt abgestimmtes Timing. Dass die Story bald völlig im Gagfeuerwerk untergeht und irgendwann kaum mehr nachzuvollziehen ist, wer warum gegen wen arbeitet, kann den Spaß am hervorragenden Spiel nur bedingt mindern ... Bewertung: 7,5/10




Ishtar (1987)

Obwohl schon um die 40, glauben die untalentierten Musiker Lyle Rogers (Warren Beatty) und Chuck Clarke (Dustin Hoffman) in New York an ihre große Chance als Gesangsduo und reisen für ein Engagement nach Marokko. Arglos, wie sie sind, arbeiten sie dort sowohl für die CIA als auch für einheimische Freischärler, die beide an der sagenumwobenen Karte von Ishtar interessiert sind. Von beiden Seiten fallengelassen und dem Verdursten nah, retten sie in der Wüste ihr Leben.

... "Bewegen Sie das Kamel! Das Kamel!!! Bewegen Sie das Kamel!!!" - "Ich bewegen das Kamel ... Wohin?" - "Egal wohin! Es steht auf meinem Fuß!!!" ...
"Ishtar" war anno 1987 ein kommerzielles Disaster und gilt heute als Synonym für einen Box-Office Flop. Ok der Film ist auch absoluter Müll - und das in jeglicher Hinsicht. Aber laut auflachen musst ich doch so einige Male. Was für ein herrlicher Schwachsinn ... Bewertung: 4/10




Cuba Libre - Dümmer als die CIA erlaubt (2000)

Um von seiner aufstrebenden Frau Daisy (Sigourney Weaver) in Ruhe gelassen zu werden, behauptet der pedantische Lehrer Allen Quimp (Douglas McGrath) Anfang der sechziger Jahre, dass er in Wirklichkeit ein CIA-Agent ist. Natürlich kann Daisy dieses Geheimnis nicht für sich behalten: Sie erzählt allen Bekannten davon, bis es schließlich auch der CIA zu Ohren kommt. Während man dort nur wenig erfreut ist über den angeblichen Neuzugang, beschließt ein russischer Tänzer (Ryan Phillippe), sein Überlaufen mit der Hilfe von Quimp durchzuführen. Als diese Aktion eher zufällig gelingt, schickt die CIA Quimp nach Kuba, um dort den Sturz von Fidel Castro (Anthony LaPaglia) herbeizuführen.

Bemerkenswert an diesem Film ist allenfalls die Besetzung: Sigourney Weaver ist sich ebensowenig zu schade für dieses Lustspiel wie Jeffrey Jones, Paul Guilfoyle (CSI), Woody Allen (!!!) und Bill Murray (Cameo) sowie Ryan Philippe in einer kleinen Rolle. Ansonsten wird gekalauert und gealbert bis der Putz von den billigen Kulissen fällt. Allein die deutschen Dialoge lassen einem die Haare zu Berge stehen ... Bewertung: 2,5/10




Missing Pieces - Auf der Sonnenseite des Lebens (1991)

Sie könnten stinkreich sein, wenn da nicht das verdammte Rätsel wäre. Wendel (Eric Idle) und Lou (Robert Wuhl), diese beiden zusammen, das bedeutet Chaos. Um so mehr, als Wendel überraschend ein Vermögen erbt, das er nur dann einsacken kann, wenn er zuvor ein Rätsel löst. Doch auf die Antwort ist auch die Unterwelt scharf. Vom Tag der Testamentseröffnung an, werden die beiden von düsteren Typen gejagt. Ohne es zu merken, entwischen sie immer wieder ihren Verfolgern. Mit Hilfe von Lou's Freundin Jennifer (Barbara Hutton) und seiner Ex-Frau Sally (Kim Lankford) versuchen sie das Rätsel zu knacken.

"Missing Pieces" und sein Humor mag teilweise sehr veraltet und albern wirken, dass er schon sehr anstrengt. Das Filmvergnügen wird aber endgültig gekillt durch die billig-schlechte Verkaufs-DVD, die selten unscharf und flackernd ist, als hätte man eine uralte VHS einfach abkopiert. Ausstattung beschränkt sich auch auf deutschen Ton und das wars. Und wie ich lesen musste, ist meine DVD nicht die einzige die mehrfach sekundenlange Aussetzer und Sprünge hat. Das hat auch noch Geld gekostet? ... Bewertung: 1/10


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